NERVUS VAGUS

Wie können wir einfach zur Ruhe kommen?  

 Hierzu möchte ich dir eine effiziente Übung vorstellen. Es geht in diesem Blog darum,  

1 – dir zu erklären, wie unser Nervensystem tickt 
2 – wie wichtig der Nervus Vagus ist 
3 – wie Du ihn beleben kannst 
4 – wie Du ihn genießen kannst 

 Zwei grundlegende Systeme in deinem Gehirn 

 Menschen fragen mich immer wieder, wie sie denn aus dem Stress, aus der Angst herauskommen. Da gibt es natürlich sehr viele Möglichkeiten, über die ich dir auch in weiteren Blogs immer wieder erzählen werde. 

In meinem ersten Blog hatte ich dir ja schon erzählt, wie wichtig es ist, immer wieder angstauslösende, stressinduzierende Informationen, Begegnungen, Situation abzuschalten. Das heißt ganz konkret: Fernseher aus, bestimmte Menschen, die Dir Unwohlsein bereiten, seltener sehen – oder eventuell auch deine Empfindungen ansprechen – und mit Situationen, die Dir Druck machen anders anzugehen. 

 Doch solange wir im Stress und damit auch in latenter Angst sind, schaltet unser Gehirn und damit auch unser Körper auf den Überlebensmodus und will von neuem Lernen und neuen Möglichkeiten nichts wissen.  

 So kommen wir zum zweiten Punkt: Nimm dir Zeit für dich! Atme aus! Atme aus! Atme aus. 

So kommt das angespannte Nervensystem wieder runter, der enge Raum wird weiter wie auch Dein Blick. Du beginnst, alles wieder ganzheitlicher und farbiger wahrzunehmen. 

 Du hast gerade 2 Systeme im Körper bei der Arbeit erlebt. Den Sympathikus, der besonders anspringt bei Stress, wenn er Gefahr für Dein Leben wittert. Er ist blitzschnell und kann nicht vom Verstand kontrolliert werden. Er ist instinktiv, verändert deine Atmung, deinen Herzschlag, schickt all deine Energie in die Arme und Beine für Kampf oder Flucht, wenn beides nicht wirklich möglichst, verfällt er in Starre. 

 Der Parasympathikus ist sozusagen sein Gegenspieler: Er hilft dir, tiefer durchzuatmen und damit dein Herz zu beruhigen, er lässt dich locker und vertrauensvoll werden, er lässt dich genießen. Könnte er sprechen, würde er sagen: Alles ist gut! 

 Den Parasympathikus können gut stimulieren. Hierfür dienen Meditation, Kontemplation, Gebet und natürlich auch Imagination. 

Diese wilde Zeit, in der wir gerade leben, ist sozusagen Sympathikus getrieben. Irgendwie haben fast alle Angst – vor dem Virus, vor der staatlichen Gewalt, vor dem Verlust von Arbeitsplatz, finanzieller Sicherheit, Freundschaften, vor den Impflungen. Die Angst wird medienmäßig getriggert, denn unser Gehirn kann nicht unterscheiden, was wirklich und was unwirklich ist. Insofern ist es gerade jetzt wichtig, gut für sich zu sorgen und sich wirklich regelmäßig zu entspannen. Das hilft deinem Immunsystem, deinem Selbstbewusstsein, deiner Klarheit, deiner Intuition, deinen Begegnungen, deiner Arbeit und noch vielem mehr.  

 Dein Entspannungssystem 

 Wie kommen wir da nun hin in das Herz des Sturms? 

Na ja, mit dem Parasympathikus. 

Und dieser Parasympathikus hat einen großen Nerv, der an der Regulation der Tätigkeit fast aller inneren Organe beteiligt ist. Er heißt der Nervus Vagus, der unherschweifende Nerv – er schweift im Körper umher. 

 Für deine Vorstellungskraft reicht es, aus zu wissen, dass er hinten im Nacken beginnt. Kraule dich da bitte mal – ja, jetzt. Wenn jemand mithört, dann lade ihn ein, dich im Nacken zu kraulen und kraule du den anderen.  

Da kraulen wir auch die Kätzchen und sie beginnen zu schnurren. Auch das kannst du dir vorstellen, dass dort im Nacken ein Kätzchen wohlig schnurrt und die Vibrationen durch deinen Nacken strömen. Verbinden Kopf und Wirbelsäule. 

 Dort im Nacken kannst du sein Wurzelgeflecht dir vorstellen, das dann wandert innen zum Mund, zu den Geschmacksknospen der Zunge, dann weiter flutet zum Rachen, Kehlkopf, Speiseröhre. Und er vagabundiert weiter zu den Lungen, zum Zwerchfell bis in den Bauchraum. Er innerviert den Magen, die Nieren, die Bauspeicheldrüse, Leber und Galle und Darm und verliert sich dann im unteren Becken. 

Der Vagusnerv ist eine regulierende Schaltstelle zwischen deinem Gehirn und deinen Organen. Er hat einen harmonisierenden Einfluss auf verschiedene Körperfunktionen und beeinflusst so auch dein Befinden. Je entspannter du bist, um so besser kann dein Körper heilen. In der Erholung findest du in deine Kraft und in deine Mitte: Alles ist gut! 

 Auch wenn außen der Sturm peitscht – wäre es nicht gen-ial, innerlich in einer Geborgenheit zu verweilen – alles ist gut? 

 Ein Freund hat einen Sohn, der mit einer Autoimmunerkrankung wochenlang auf der Intensivstation lag, nicht ansprechbar war. Die ganze Situation war ungewiss, ob der Sohn überhaupt überlebt, ob er gesund überlebt und wie es überhaupt weitergehen soll. Das waren beängstigende, sorgenvolle Monate, wo der Vater total hilflos war. Er konnte nichts tun, außer seinem Sohn die Hand halten und streicheln. Ja, er wußte noch nicht einmal, ob der Sohn ihn überhaupt wahrnehmen würde – denn von ihm ging keine Regung aus. 

 „Wie schaffst du das nur?“ fragte ich ihn. Er antwortete „Ich bin in der Mitte des Hurricans – dort ist Ruhe…., ich darf diese Ruhe nicht verlassen, ich bringe mich immer wieder dorthin zurück…. alles andere würde mich verrückt machen und in einen Strudel der Panik reißen….“ 

 Sein Sohn hat inzwischen sein Studium fertig und ist glücklicher Vater eines Babys. 

 Es geht dabei nicht darum, den Sturm dort draußen schön zu reden, zu negieren oder zu verharmlosen. Nein, es geht darum, die inneren Kräfte zu bündeln, dein Immunsystem zu stärken und aus der Mitte deiner Weisheit die nächsten Schritte zu gehen. 

 Dann kannst du sicher, selbstbestimmt, klar und geborgen durch wilde Zeiten gehen. Du kannst andere ermutigen, beruhigen und du kannst diesen Frieden in dein Leben bringen, damit du selbst zum Strom der Ruhe wirst. Ich führe dich jetzt gerne durch diese Schritte mit einer inneren Reise. Dann belebe die Weisheit in dir mit der folgenden Imagination.  

Bist du bereit? 

Nimm eine bequeme Haltung ein – im Liegen, im Stehen, im Sitzen. Wenn du gerade Auto fährst, dann ist dies eine gute Zeit, auf einem Parkplatz zu halten und dir Zeit für dich zu nehmen.  

Ich spreche die Imagination in Ich-Form, damit ich mich besser mit mir und damit du dich besser mit dir verbinden kannst. 

 Imagination: Der Strom des Nervus Vagus 

 Ich kraule mich mit meiner Hand im Nacken an meiner Halswirbelsäulenspitze. Ich tue dies so lange, bis ich dort ein Strömen und Pulsieren wahrnehme. Ich kraule weiter, bis dieses Gefühl stärker und wohliger wird. 
 
Dann lege ich meine Hände wieder in meinen Schoß und schließe meine lieben Augen. Ich atme aus, atme aus, atme aus.  
 
Ich stell mir vor, oben an der oberen Halswirbelsäulenspitze krault mich ein lieber Mensch. Ich spüre die Berührung angenehm und wohlig. Ich erlebe, wie der Körper beginnt, zu pulsieren. 
 
Dort oben beginnt das Wurzelgeflecht des Nervus Vagus, des Ruhenervs. Ich gehe mit meiner liebevollen Aufmerksamkeit hinein und beobachte, wie er dort sicher verankert ist. Ich stelle mir vor, wie sich die Wurzeln bündeln wie kleine Quellflüsse und sich vereinigen zu einem Strom. Er beginnt unter meiner Halswirbelsäulenspitze. 
 
Ich genieße weiterhin das Kraulen dort im oberen Nacken und erlebe, wie die Pulsation den Strom der Ruhe zum Fließen bringt. Ich nehme wahr, wie er von innen meinen Rachen, meine Zunge durchströmt, meine Schilddrüse und meinen Kehlkopf umarmt und tief entspannt. 
 
Ich spüre, wie der Nervus Vagus weiter fließt und meine Lungenflügel in feines Schwingen bringt – leicht und frei und zärtlich. Ich stelle mir dabei vor, wie die Lungen sanft über diesen Strom der Ruhe wehen, der nun weiterfließt und meinen Magen und Darm und alle inneren Organe liebkost. Ich erfahre, wie er sie wiegt in seinen Wellen und diese beruhigt einschlafen. Jede Zelle meines Körpers wird geschaukelt in seinen Wogen. An seinen Ufern ist Frieden. 
 
Schau, wie der Mond aufgeht über den Wassern des Stroms und das Funkeln der Sterne sich in ihnen mild spiegelt. Erlebe tiefen Frieden. 

 Wenn du die Inspirationen aus diesem Blog in deinem Alltag umsetzen möchtest, empfehle ich dir folgende Übungen, um das Gelernte zu verkörpern und damit zu verinnerlichen. 

 Übungen: 

Wer nach außen schaut, träumt, wer nach innen schaut, erwacht. Carl Gustav Jung 

 Ich schicke dir all meine Herzenswünsche, mögest du dich geliebt und beschenkt fühlen von der tiefen Weisheit, die in dir wohnt,  

Ich freue mich, wenn du diesen Blog teilst – denn wir brauchen viele, die durch die Tür im Innen gehen.   

Meine Vision ist eine Welt, die heilt. 
Von Herzen Alexandra 

P.S.

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